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Mo, 22. November 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 9

Tischtennissport vom Feinsten in der Sporthalle Grebben

TTBF Oberbruch Gastgeber des Spieltages der 2. Tischtennis-Bundesliga für Rollstuhlfahrer. Birgdener Berthold Scheuvens mit dabei.

Heinsberg-Oberbruch. Der Kreis Heinsberg schnupperte Bundesligaluft im Tischtennis und man kam regelrecht ins Schwärmen: Die Premiere ist gelungen, die Tischtennis-Ballsport-Freunde (TTBF) Oberbruch zeigten sich neben der BSG Duisburg als gute Mitgastgeber. Nicht nur die Gäste vom HSV Hamburg, BSG Bielefeld und RBG Dortmund schwärmten am Doppelspieltag der 2. Tischtennis-Bundesliga für Rollstuhlfahrer über eine großartige Organisation - vor allem die Tischtennisspieler aus der Region staunten nicht schlecht. Die Nachwuchsspieler, die als Balljungen im Einsatz waren, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Schon die ersten Spiele deuteten an, dass hier Tischtennis der Extraklasse gespielt wurde. "Das ist allerhöchstes Niveau. Die Spieler, wissen genau wo sie den nächsten Ball platzieren", sagte Robert Gossens vom TTBF. Im Laufe des Tages schauten immer mehr Tischtennisfreunde aus der Region vorbei, sie zollten den Spielern mehr als Anerkennung, die Leistungen waren sensationell. Es hätte ein klärender Spieltag in Oberbruch bezüglich des Aufstiegsrennens werden sollen, aber die Sache wurde vertagt. Bielefeld 1 möchte wie Duisburg 2 zurück in die Elite-Liga. Der Birgdener Berthold Scheuvens spielt beim der BSG Duisburg, verstärkt dort die zweite Mannschaft. Der Aufstieg in die erste Bundesliga ist das Ziel. Der 48-jährige Scheuvens konnte mitwirken, da er sich noch nicht in der ersten Bundesliga festgespielt hatte. Und Der Birgdener legte in heimischer Halle los wie die Feuerwehr. Er spielte gegen die Olympiasiegerin Monika Sikora-Weinmann von Bielefeld 1. Es war mehr als beeindruckend, wie mancher Schmetterball vom Gegner zurückgeschlagen wurde. Scheuvens setzte sich am Ende aber verdient mit 3:1 durch. Er nutzte den Heimvorteil und gewann alle Einzelspiele. Dennoch reichte es nicht zum Tagessieg. Bielfeld 1 wurde Erster, Bielefeld 2 Zweiter und Duisburg erreichte Platz drei. Damit bleibt alles wie gehabt, an der Spitze bleiben diese drei Teams dicht zusammen. (agsb)


Fr, 19. November 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 13

Viel Zeit und Herz investiert

Karl Wilhelm Mayer erhält LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement

Köln / Heinsberg. Für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Belange von Menschen mit insbesondere körperlicher Behinderung hat der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Karl Wilhelm Mayer aus Heinsberg im Rheinlandsaal des Kölner Landeshauses mit dem LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement ausgezeichnet. Mayer, der selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist einer der Mitbegründer und erster Vorsitzender des Vereins Mobile Körperbehinderte im Kreis Heinsberg. Er wirkt, auch über den Kreis hinaus, als Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung und verbindet die Selbsthilfe-Arbeit mit politischem Engagement. Der Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, Jürgen Wilhelm, betonte in seiner Ansprache zur Verleihung des Ehrenpreises: "Mit großem diplomatischem Talent artikuliert Karl Wilhelm Mayer die Interessen der körperbehinderten Menschen; sein Auftreten und sein Handeln ruft bei denen, die mit ihm zu tun haben, Respekt und Anerkennung hervor." Ob die persönliche Beratung und Unterstützung von Betroffenen und ihrer Angehörigen oder die Organisation von Festen oder grenzüberschreitenden Rollstuhl-Wandertagen in die Niederlande - Karl Wilhelm Mayer investiere viel Zeit und Herz in sein Ehrenamt: "Ihre Arbeit leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung im Kreis Heinsberg und darüber hinaus zu verbessern", so Wilhelm. Als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung erhielt Karl Wilhelm Mayer den LVR-Ehrenpreis für soziales Engagement. Als äußeres Zeichen für diese Ehrung überreichte Jürgen Wilhelm der Preisträgerin die aus Marmor und Stahl geschaffene Plastik "Die Welle von der Bonner Künstlerin Petra Siering.


Fr, 03. September 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 16

Die Festwiese bietet ein farbenprächtiges Bild

Jubiläum der Lambertus-Schützen Hülhoven-Grebben-Eschweiler. Gastvereine präsentieren ihre Majestäten. Einheimisches Königspaar Peter und Maria Wennmacher steht im Mittelpunkt. Die Fahnen werden voller Stolz gezeigt.

Heinsberg-Grebben. Nach dem prächtigen Auftakt zur 175-Jahrfeier der Lambertus-Schützen aus Hülhoven, Grebben und Eschweiler mit der kölschen Nacht und dem Festabend erlebte die Drei-Dörfergemeinschaft am Sonntag einen weiteren Höhepunkt. Feldandacht gefeiert Gegen Mittag lag Spielmannsmusik über die Region: Die Bruderschaften aus Uetterath, Aphoven, Unterbruch, Heinsberg, Oberbruch, Waldfeucht, Laffeld, Lieck, Schafhausen, Porselen, Dremmen und Karken marschierten zum Festplatz an der Josef-Spehl-Straße. Hier herrschte rund um das Festzelt Kirmesstimmung. Es gab Unterhaltung für Jung und Alt. Die Ehrengäste wurden am Haus Nobis in Grebben begrüßt und abgeholt. Auf der Festwiese fand die Feldandacht statt, hier bot sich den Kirmesgästen bereits ein farbenprächtiges Bild. Angeführt vom Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler sowie dem Musikverein Birgden, zog der Festzug durch die Straßen der Dörfergemeinschaft. Im Mittelpunkt standen das heimische Königspaar Peter und Maria Wennmacher wie auch die Prinzen Markus Dohmen und Sascha Dieckmann der gastgebenden Lambertus-Schützenbruderschaft. Viel Beifall gab es auch für die weiteren Majestäten der Gastvereine, ihre Königs-, Prinzen- und Kaiserpaare boten ein tolles Bild. Jede Bruderschaft präsentierte nicht nur ihre Majestäten, auch die jeweiligen Schützenfahnen wurden voller Stolz gezeigt, ohne Fahnen wäre ein Festzug undenkbar. In Höhe des Festzeltes fand die Parade statt, anschließend wurde zum Tanz der Majestäten ins Festzelt geladen. Klompeball am Montag Am Sonntagabend stand der Königsball noch auf dem Programm, zur Unterhaltung spielte der "Musik-Express" auf. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Montag im Haus Nobis wurde zum Frühschoppen im Festzelt geladen, am Nachmittag waren viele beim Klompeball aktiv, erneut spielte der "Musik-Express" auf. (agsb)


Di, 31. August 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 16

Der Schirmherr lobt das "Wir-Gefühl"

Festabend zum 175-jährigen Bestehen der Lambertus-Schützenbruderschaft Hülhoven-Grebben-Eschweiler gefeiert

Heinsberg-Hülhoven. Das Schützenwesen erlebte in der Dörfergemeinschaft Hülhoven-Grebben-Eschweiler mit dem Festabend am Samstagabend einen weiteren Höhepunkt. Nicht nur die örtliche Gemeinschaft feierte ihre St.-Lambertus- Schützenbruderschaft und gratulierte zum 175-jährigen Jubelfest, auch viele befreunde Bruderschaften gaben sich die Ehre. Der Festabend - eingebunden ein kleines Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler - erlebte aussagekräftige Festreden und mit dem Ehrungsblock einen weiteren Höhepunkt. Bereits am Vortage hatte das Jubelfest mit der großen Party "Komm, loss mer fiere" begonnen, und wie man in der Dörfergemeinschaft feiert, wurde deutlich: Das Festzelt war proppenvoll, Jung und Alt waren in bester Feierstimmung beim Rheinischen Abend mit Kölsch vom Fass, Halve Hahn sowie kölschem Kaviar. Alle waren sich einig: "Et woar ne schönne Ovend" mit der Band Different Colours. Brudermeister Hans-Josef Lowis begrüßte zum Festabend zahlreiche Ehrengäste, unter anderen Bürgermeister Wolfgang Dieder sowie den Landtagsabgeordneten Bernd Krückel. Schirmherr Herbert Esser zeigte sich stolz, dass die Bruderschaft ihm die Schirmherrschaft übertragen hatte. Er blickte auf ein unbeschreibliches "Wir-Gefühl" in der Dörfergemeinschaft, freute sich auch, dass viele ehemalige Dorfbewohner der Einladung zum Heimatabend gefolgt waren. "Brauchtum ist gelebte Überzeugung", so der Schirmherr und sah hier den großen Erfolg im Schützenwesen. "Die Schützen halten mit ihren Aufzügen, Vogelschuss und Kirmesveranstaltungen das Brauchtum und die Heimatpflege aufrecht. Diese Ereignisse kennt man von Kindesbeinen an, und sie vermitteln bereits in jungen Jahren ein Gefühl von Gemeinschaft", so Herbert Esser. Bürgermeister Wolfgang Dieder gratulierte im Namen der Stadt Heinsberg zum Jubiläum. Er lobte das tiefe Traditionsbewusstsein der Lambertus-Schützenbruderschaft und sprach dabei auch den amtierenden König Peter Wennmacher an. Vor 50 Jahren errang Vater Franz die Königswürde beim Jubelfest 1960 und 50 Jahre später trägt Peter Wennmacher voller Stolz das Königssilber. Peter Wennmacher ist ferner Vorsitzender des Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler - er ist ein Vereinmensch durch und durch. Präses Hans Schmitz warf in seiner Ansprache einen Blick zurück zu den Anfängen: "Die Gründungsväter haben Großartiges geleistet, die Lambertus-Schützenbruderschaft hält dieses Erbe aufrecht, die Ideale mit Glaube, Sitte und Heimat sind hier nicht nur Worte, sie werden gelebt". Im bunten Rahmenprogramm gab es weitere gute Töne durch den Musikverein Birgden. Lisa Holthausen begeisterte mit einem Gedicht. Zum Jubelfest würdigte der Verein treue Mitglieder. Peter Caron, Peter Passmann, Josef Speis und Hans Uedelhoven wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. 40 Jahre dabei sind Toni Botterweck, Victor Genent, Matthias Gerads, Ewald Gerhardt, Martin Rumbold. Auf ein halbes Jahrhundert Schützenwesen blicken Josef Lowis, Hans Lenzen und Karl-Heinz Nießen. Arno Vergossen und Gerd Knoll vom Vorstand des Schützenbezirks Heinsberg sowie Heinz Krings und Peter Wilms vom Bezirksvorstand zeichneten Mitglieder aus, die im Schützenwesen sehr aktiv sind. Das Silberne Verdienstkreuz erhielt Andreas Carduck, Heinz Giesen, Konrad Lenzen und Heinz-Josef Minkenberg. Den Hohen Bruderschaftsorden erhielten Fanz-Josef Brudermanns und Herbert Gülpen. Das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz wurde an Hans-Josef Lowis verliehen. Dieter Woche vom Diözesanverband würdigte Wilfried Norbert und verlieh unter großem Beifall das Schulterband zum St.- Sebastianus-Ehrenkreuz, eine der höchsten Auszeichnungen im Schützenwesen. Mit einem großen Zapfenstreich, gestaltet durch die Schützen, Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler, Musikverein Birgden sowie freiwillige Feuerwehr, endete der offizielle Teil, danach spielte der "Musik-Express" auf. (agsb)


Mi, 23. Juni 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 20

"Frauen und Kirche" bleibt immer ein aktuelles Thema

40 Jahre Katholische Frauengemeinschaft St. Andreas Eschweiler. Rückschau, Ehrungen und Blick auf die kommenden Aufgaben.

Heinsberg-Eschweiler. Vor 40 Jahren - im Juni 1970 - gründeten der heute in Papua-Neu-Guinea lebende Missionspater Meinhard Wittwer, Gerda Korsten und die Lehrerin Josefine Lowis die Katholische Frauengemeinschaft St. Andreas Eschweiler. Frauenchor im Gottesdienst Der jetzige Vorstand beschloss, den vierzigsten Jahrestag dieser Frauengemeinschaft mit ihren Mitgliedern zu feiern unter dem Motto: "Quelle - Brunnen des Lebens". Ein Frauenchor unter der Leitung von Chorleiter Jakob Ronkartz trug zur Feierlichkeit des Gottesdienstes, mit dem das Jubiläum begann, bei. Pastor Mohr, der den Präses, Pfarrer Schmitz, vertrat, ging in seiner Ansprache auf das aktuelle Thema "Frauen und Kirche" ein. Feier im Vereinshaus Nach der Messe ging man zum Vereinshaus "Alte Schule", wo eine kleine Feier stattfand. Die Vorsitzende Marlies Jütten begrüßte die Mitglieder. Im Rahmen eines inszenierten Telefongespräches erhielt ein an seinem Urlaubsort weilendes Mitglied Informationen über den Verlauf des Jubiläumstages, gleichzeitig aber auch über die Sinnhaftigkeit der Frauengemeinschaft. Gertrud Dohmen rief durch eine Fotoschau schöne Erinnerungen an frühere Ausflüge, Karnevalssitzungen und gesellige Zusammenkünfte wach. Nach dem Büffet wurden die Mitglieder, die 40 und 25 Jahre der Frauengemeinschaft angehörten, geehrt. Marianne Springer erinnerte in ihrer Rede, welch wichtige Rolle die Senioren und Seniorinnen in unserer heutigen Gesellschaft einnehmen. Der Sketch "Wer den Wäschekorb leert", vorgetragen von Käthe Bollig, Resi Hilgers, Marlies Jütten und Elsbeth Schramm, zeigte die unterschiedlichen Aufgaben seit der Gründung. Der Vortrag trug sehr zur Belustigung bei.


Di, 07. Juni 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 13

Peter Wennmacher trifft mit dem 214. Schuss ins Schwarze

Auf dem Gelände der einstigen Schule in Hülhoven wurde der Vogelschuss der St.-Lambertus- Schützenbruderschaft Hülhoven-Grebben-Eschweiler zum Volksfest. Proppevoll war der Schulhof, die Ortschaften feierten ein Familienfest. Die Wettbewerbe um die Prinzen- und Königswürde waren spannend, es gab reichlich Bewerber. Schülerprinz wurde Markus Dohmen mit dem 55. Schuss, Prinzessin ist Bianca Rogala. Bei der Jugend stand Sascha Dieckmann (6.v.r.) mit dem 67. Schuss als Prinz fest, Ivonne Winkens ist die Prinzessin. Neuer Schützenkönig wurde Peter Wennmacher (7.v.r.), er traf mit dem 214. Schuss ins Schwarze. Als Königin steht Petra Jütten im Mittelpunkt. Den Wettbewerb um den König der Könige gewann Martin Rumboldt mit dem 78. Schuss. Die neuen Majestäten stellten sich nach dem Vogelschuss mit Schützenkaiser H. J. Lowis und Vorstandsmitgliedern zum Gruppenbild. Foto: agsb


Di, 01. Juni 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 14

Die Vereinsamung trifft Menschen am härtesten

Heinsberg-Oberbruch. Der Verein Selbsthilfe mobiler Körperbehinderter Kreis Heinsberg möchte die Barrieren in den Köpfen der Mitbürger überwinden. Sommerfest spült ein wenig Geld in die Kassen. Ein behindertengerechter Bus bleibt ein Traum. Kreis Heinsberg. Die Barrieren in den Köpfen der Mitbürger überwinden möchte der Verein Selbsthilfe mobiler Körperbehinderter Kreis Heinsberg. Das alljährliche Sommerfest in der Alten Schule in Heinsberg-Hülhoven bietet dazu Gelegenheit, bringt aber auch etwas Geld in die Vereinskasse. Der große Wunsch des Vereinsvorsitzenden Karl Mayer, die Anschaffung eines Busses zum Transport der behinderten Vereinsmitglieder, werden die Einnahme des diesjährigen Sommerfestes sicherlich nicht erfüllen. Da müsste sich schon noch ein wohlmeinender Sponsor finden. Doch werden demnächst bestimmt einige Euro aus der frisch aufgefüllten Vereinskasse an behinderte Menschen weitergeleitet werden können. "Der Eigenanteil bei der Anschaffung von Hilfsmitteln", so Karl Mayer, "wird für immer mehr behinderte Menschen zu einem Problem. Wer dieses Geld nicht aufbringen kann, kommt nur schwer an die Zuschüsse der Kassen." Als Karl Mayer nach seiner Erkrankung den Beruf aufgeben musste, habe er fünf Jahre lang kämpfen müssen, um als Behinderter anerkannt zu werden. Neben der finanziellen Belastung traf ihn aber die sich langsam einstellende Vereinsamung am härtesten. "Doch so lange ich noch klar im Kopf bin, wollte ich etwas tun," sagte Mayer und er tat es auch: 1999 gründete er die Selbsthilfegruppe, deren Vorsitzender er ist. Der Verein versteht sich auch als Ort der Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderung und so zählen zu den 30 Mitgliedern ebenso gesunde und junge Menschen, wie etwa Jessica Barion, die durch ihre Eltern zum Verein kam. "Die brauchen wir ganz dringend," sagt Karl Mayer, "zum Beispiel, wenn wir bei unseren Wanderungen mit unseren Rollstühlen auf Hilfe angewiesen sind." Unterstützung aus Vereinsmitteln fließt nicht nur an behinderte Menschen im Kreisgebiet, sondern getreu dem Vereinsmotto "Behinderte helfen Behinderten" auch an hilfsbedürftige Menschen jenseits der Kreisgrenzen. So bestehen seit Jahren Beziehungen zu einer Gruppe im niederländischen Kerkrade, aber auch behinderten Menschen in Russland und der Türkei konnte schon geholfen werden. Bis auf Sonne gab es beim Sommerfest des Vereins alles, was dazu gehört: natürlich Leckeres vom Grill, Kinderbelustigungen, einen Blumenstand, eine Tombola und, sehr begehrt, die selbst gebackenen Kuchen der Frauengemeinschaft Grebben, Hülhoven, Eschweiler. (defi)


Mi, 31. März 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 20

Die Ortsgeschichte in Musik ausgedrückt

Das Trommler- und Pfeiferkorps Eschweiler ist ausgesprochen wandelbar. Keine Scheu vor Abba.

Heinsberg-Oberbruch. Die Vereine sind so gut wie ihr Ort und umgekehrt, hat mal jemand gesagt. Nimmt man den Besuch, so muss was dran sein. Eschweiler war beim Konzert des Trommler- und Pfeiferkorps von 1928 in der Festhalle stattlich vertreten. Die drei Ortschaften Hülhoven, Grebben und Eschweiler waren immer schon bemüht, ein starkes Gegengewicht zu Oberbruch abzugeben. Dadurch erklärt sich aber noch nicht das Phänomen "TKE". Wer auf die Spielleute herabblickt und sie spöttisch als "Straßenlärm" bezeichnet, wird bei diesem Korps sofort eines Besseren belehrt. Die blauen Uniformen ("Blaue Jungs") haben sie behalten. Das ist aber auch alles. Ansonsten sind sie ein Klangkörper, der wegen seiner Größe wie Besetzung groß ist. Eindrucksvoll trat das in der Festhalle zu Tage. Wie Melick brauchten sie die ganze Bühne und mehr. Das war schon optisch ein tolles Bild. Dann das Klangbild, leise, vielfältig und sehr kultiviert. Damit verbaten sie sich jede Kritik. Das TKE ist ein Aushängeschild in der Region wie im Land NRW. Komponisten betrachten es als Ehre, für das Korps zu schreiben. Der Nestor H.P. Wolters schrieb ihm eine umfangreiche Eschweiler-Sinfonie, in der er das bunte Mittelalter musikalisch wieder aufleben lässt. Alles, was das einstige Bauerndorf charakterisiert, war in Musik ausgedrückt, das raue Leben, der harte Alltag, aber auch die ausgelassenen Feste und Feiern. Natürlich "musste" das Werk, das auch eine Anspielung auf die Herren von Hülhoven enthält, wieder aufklingen, ist es doch ein einmaliger Beweis, für die Ortsgeschichte wie das Leistungsvermögen. Hier muss nun unbedingt der Name genannt werden, dem der Verein so viel verdankt wie seinem Heimatort. Der promovierte Jurist Michael Kelleter ist der Magier mit dem Stock. Seine berufliche Karriere war kein Grund, diesen Stock an den Nagel zu hängen. Mit all seinem Können und Wissen hing und hängt er sich an die Aufgabe, ist selbst der strengste Kritiker, komponiert, bearbeitet und lebt für den Verein. Sein exaktes, agiles Gehabe spricht Bände. Der Verein hängt "sklavisch" an ihm. NRW-Pokal Die Schroum-Komposition "Avec elan", die dem Verein vor sechs Jahren einen NRW-Pokal einbrachte, steht sprichwörtlich für die allgemeine Einsatzbereitschaft, sagt aber auch etwas darüber, wie der Name als Botschafter Heinsbergs im Lande klingt. Keine Mühe bereitet es, auf echte Konzertmusik umzuschalten. Da kann sich sogar mancher Musikverein noch eine Scheibe abschneiden. Schon die genannten Stücke konnten das jedem beweisen. Obwohl die Spielmannszüge Märsche wie mit der Milch eingesogen haben, klingen sie bei TKE doch noch etwas anders, namentlich wenn es sich um die englische Version eines Alford handelt. Abba? Bitte, auch kein Problem für das Eschweiler Korps. Da es keine Version für die typische Besetzung gab, wurde Dr. Kelleter aktiv und verpasste ihr eine wie angegossen. Freunde waren auch eingeladen. Das Trommel- en Fluitencorps "Heide" aus Swalmen und das Tambourcorps Birgden hatten es nicht leicht, gegen diese Meisterformation anzutreten, geschweige denn, sich mit ihr zu messen, was sich sowieso verbietet, so wie beim Vergleich von Äpfeln und Birnen, die nicht besser oder schlechter, sondern eben anders sind. (sche)


Mi, 31. März 2010 Heinsberger Zeitung / Lokales / Seite 20

AWO-Gründerin "Mütt" Jansen bleibt unvergessen

Versammlung des Ortsverbandes Oberbruch in der Alten Schule Hülhoven. Ehrung verdienter Mitglieder.

Heinsberg-Hülhoven. In der Alten Schule Hülhoven begrüßte Bernd Reibel, Vorsitzender des Ortsverbandes Oberbruch der Arbeiterwohlfahrt (AWO), zahlreiche Mitglieder. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Kreisvorsitzenden Josef Krawanja. Bernd Reibel würdigte im Totengedenken "Mütt Jansen". Die Gründerin des Oberbrucher Ortsverbandes verstarb vor einigen Monaten: "Mütt, wir werden dich nie vergessen!" Im Anschluss standen Ehrungen auf dem Programm. Für 25 Jahre wurden mit Ehrennadel, Urkunde und Präsent Manuela Lowis, Hans-Jürgen Reinicke, Josef Laramacher und Kurt Conen ausgezeichnet. 40 Jahre dabei sind Marlies Cyrkel, Hans Franzen, Fritz Vossen und Heinz Deußen. Im Mittelpunkt der Ehrungen stand Anneliese Thönnissen, sie ist ein halbes Jahrhundert Mitglied und voller Tatendrang. Im Geschäftsbericht blickte Schriftführerin Angela Krautschick auf viele Aktivitäten 2009, Höhepunkt des Jahres war das 50-jährige Bestehen. Das Sommerfest ist vielen noch gut in Erinnerung. Weitere Erfolge waren die Ferienmaßnahmen und Wochenfreizeiten, Tagesfahrten, Familienweihnachtsfahrt nach Köln sowie Fahrt zum Weihnachtsmarkt in Oberhausen. Die Seniorentage waren gut besucht wie auch die Veranstaltungen Mutter und Kind - Krautschick sah ein großes Angebot der AWO mit guter Beteiligung. Derzeit hat der Ortsverband 261 Mitglieder, wobei hier auch rund 60 Familienmitglieder mitgezählt wurden. (agsb)


Di, 09. Feb. 2010 Heinsberger Zeitung / Karneval / Seite 18

Die lokalen Geheimnisse bleiben nicht verborgen

Reporter aus Eschweiler sind unterwegs. Dreidörfergemeinschaft feiert in der Sporthalle Grebben. Gesellschaften aus Oberbruch und Schafhausen stellen sich vor. Mini-Garde verzaubert Besucher. Das Männerballett geht in die Luft. Heinsberg-Grebben. Die Sporthalle Grebben wurde zur Narrenhalle. Zum zweiten Male begrüßte die Sitzungspräsidenten Petra Jütten die närrische Schar aus der Dreidörfergemeinschaft Grebben-Hülhoven-Eschweiler. Der Auftakt war gleich farbenprächtig. Unter den Klängen des Trommler- und Pfeifercorps Eschweiler zogen, angeführt vom Hoppediz Marianne Mühlenbruch, neben der Präsidentin auch die KG Brööker Waaterratte nebst Prinzenpaar Willi V. und Eveline sowie Rattengarde, Tanzgarden und Gesangsduo mit ein, präsentierten einige Höhepunkte aus ihren Sitzungen. Später wurde auch der Schafhausener Karnevalsverein (SKV) mit Prinzenpaar Heinrich II. und Gertrud nebst Elferrat und Tanzgarde willkommen geheißen. Viele Kinder aus der Dreidörfergemeinschaft tanzten bei der Mini-Garde des SKV mit und blickten bei ihrem Auftritt in leuchtende Augen der Besucher. Das folgende Programm mit eigenen Kräften hielt jeder Galasitzung im Kreis Heinsberg stand. Die "Thekenbrüder" hatten einiges zu erzählen, an der Theke bei Nobis geht es hoch her. Bereits vor ihrem Auftritt war die Tanzgruppe "Silberstern" der Lebenshilfe aufgeregt, der folgende Auftritt war klasse und erntete verdienten Applaus. An dem Abend gab es einige Premieren, so standen im Sketch "Bauer sucht Frau" Neulinge auf der Bühne und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Für die erste Premiere des Abends hatte der Nachwuchs der Frauengemeinschaft gesorgt. Mit einem wunderschönen Piratentanz feierte die Kindertanzgruppe ihren gelungenen Einstand. Für den musikalischen guten Ton sorgten nicht nur in der Pause die "Flamingoboys" aus Gangelt, so mancher Karnevalshit wurde gespielt und angestimmt. Hoch in die Lüfte ging es für das Männerballett, die Männer bewiesen Talent und waren eine der Hauptattraktionen der Sitzung. Die Dreifördergemeinschaft präsentierte ihr eigenes TV-Programm auf Kanal sieben. Die Reporter des Eschweiler TV waren unterwegs und kein lokales Geheimnis blieb verborgen. Mit den "Mädels vom Lande" feierte die Gemeinschaft neue Stars. Die Mädels tanzten sich mit einem Potpourri der größten Abba-Hits in alle Herzen. Dass die Kirche nicht alle technischen Neuerungen mitmachen kann, wurde in der Telefonbeichte mitgeteilt, auch um Beichtautomaten ging es - hier hatten die beiden Pfarrer Hans Schmitz (katholische Gemeinde) und Günter Rosenkranz (evangelische Gemeinde) die Lacher auf ihrer Seite. Die Karkener Showtanzgruppe "Incognito" hatte ebenfalls einen großen Auftritt und verzückte mit ihren Darbietungen nicht nur die Männerwelt. (agsb)